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Die Doppelstrategie

Donnerstag, 15.Dezember 2011 von

Bund, Hot, Jusos, Strategie, Worte-von

Zum Neustart der Jusos Cottbus Website hat sich Jan Böning, auf der Bundeskonferenz in Lübeck wieder-bestätigter  Bundesgeschäftsführer, die Zeit genommen, um uns den Ausblick für unsere Arbeit im nächsten Jahr zu zeigen. Der so entstandene Text über die Doppelstrategie, einem Kernstück moderner Juso Politik, macht klar – wir Jusos wollen etwas verändern und wir wollen auch gestalten!

Jan Preusse
Für die Jusos Cottbus

Die Doppelstrategie bei den Jusos (PDF)

Seit der Linkswende 1969 war für die Jusos immer klar: Wir sind mehr als nur ein
Parteijugendverband. Jungsozialistische Politik erschöpft sich nicht im Plakate
kleben oder als Erfüllungsgehilfen der „Alten“ in der Partei. Wir Jusos haben
einen inhaltlichen Anspruch. Wir wollen diese Gesellschaft verändern. Wir wollen
eine Gesellschaft, die gerecht für alle ist.

Es gibt viele Dinge, die sich ändern müssen. Ob es das alltägliche Problem des Rassismus ist, ob es fehlende Bildungs- und Arbeitschancen für junge Menschen sind oder die nach wie vor ungelöste ökologische Frage. Wenn wir diese Gesellschaft verändern wollen, dann sind SPD-Wahlsiege und Mehrheiten auf SPD-Parteitagen zwar eine notwendige Bedingung für Veränderung. Sie reichen aber noch lange nicht aus. Denn ein Parteitagsbeschluss alleine hat die Welt noch nie geändert. Wir brauchen dann auch gesellschaftliche Mehrheiten. Diese finden wir, in dem wir rausgehen. Auf die Straße oder, wie es der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel auf dem Dresdner Parteitag so schön ausdrückte: Dahin wo es stinkt.

Wir Jusos wollen dabei instinktiv auf der richtigen Seite stehen. Auf der Seite derjenigen, die Angst davor haben, wegen zu hoher Mieten aus ihren Quartieren gedrängt zu werden. Auf der Seite derjenigen, die sich im Bildungsstreik für konsequent kostenlose Bildung von der Kita bis zur Uni einsetzen. Denn dafür machen wir Politik. Wir sind in der SPD, um diese inhaltlichen Ziele zu erreichen. Deshalb macht es für uns auch keinen Unterschied, ob wir innerhalb oder außerhalb der Partei für diese Ziele kämpfen. Denn beides gehört zusammen. Niemand wird Erfolg haben, der nur auf die Straße setzt. Genauso wird niemand Erfolg haben, der nur auf die Partei setzt. Um gesellschaftliche Mehrheiten zu erreichen und Politikinhalte durchzusetzen, kommt es auf beides an.

Wir brauchen fortschrittliche Kräfte genauso in der SPD wie in den Bewegungen. Wir Jusos wollen ein Bindeglied zwischen beiden sein: fest verankert und kraftvoll in der SPD genauso wie in allen fortschrittlichen und emanzipativen Bewegungen. Das ist anstrengend. Aber es lohnt sich!

Jan Böning

Bundesgeschäftsführer der Jusos
SPD-Parteivorstand
Willy-Brandt-Haus
10911 Berlin
Tel.: +49 (0)30-25991-364
Fax.: +49 (0)30-25991-415
e-mail: Jan.Boening@spd.de
www.jusos.de

http://blog.jusos.de

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